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Čovek Duhovnost En/Ru Istorija

Nikolaj Velimirović – Homo balcanicus wird Theologe – Bildung und Ausbildung

Dr. Klaus Buchenau

 

Homo balcanicus wird Theologe – Bildung und Ausbildung

 

Wie ein Großteil der serbischen Elite seiner Zeit wuchs Velimirović in einer vielköpfigen patriarchalen Bauernfamilie auf. Sein Biograf Bischof Artemije Radosavljević betont, dass vor allem die Mutter sehr gläubig gewesen sei und mit ihren Kindern das nahegelegene Kloster Ćelije besucht habe. Hier lernte Velimirović auch lesen und schreiben. Nach An­sicht seines Vaters, der selbst alphabetisiert und auch als Gemeindeschreiber tätig war[1], sollte sich Bildung auf das Nötigste beschränken: Nikola, wie der Junge vor seiner Mönchsweihe hieß, solle lesen und schreiben lernen, damit er die Verlautbarungen der Regierung lesen und darauf antworten könne. Zuviel sollte er aber nicht lernen, denn der Vater wollte ihn als Ernährer der Familie im Dorf behalten, wo er als Lesekundiger zu den ‚Gebildeten’ zählen würde. Aber Nikola, der noch acht jüngere Geschwister hatte, lernte schnell und durchkreuzte so die Pläne des Vaters. Sein Lehrer empfahl ihn an das Gymna­sium von Valjevo, wo er wieder durch beste Noten glänzte. Seinen Lebensunterhalt ver­diente er sich nebenher als Hausgehilfe in bürgerlichen Familien der Kleinstadt.[2] Der Aufstieg ging allerdings nicht ohne Verletzungen ab. Velimirović war an der Klosterschule von Ćelije bester Schüler gewesen, aber als er 1896 an das Gymnasium von Valjevo wech­selte, schauten die neuen Kameraden zunächst auf ihn herab:

„Unter uns Jungs in Stadt­kleidung war er nicht beliebt, mit seinen Bundschuhen [opanci], seiner serbischen Soldatenmütze [šajkača], seinem Bauernpelz [gunj] und seinen traditionel­len Beinkleidern [čakširice].”[3]

Velimirović bewahrte sich Erinnerungen an eine glückliche Kindheit. Als Erwachsener kam er schnell ins Schwärmen, wenn er an seine Zadruga dachte, deren geschätztes Ober­haupt sein Großvater war. Die Orthodoxie als Hochreligion war hier eher schwach vertre­ten, dafür aber lernte er früh, Religion und Natur als Einheit wahrzunehmen. Gelegentlich erinnerte er sich später an Gebete seiner Großfamilie unter freiem Himmel, die ihm das ganze Universum als Kirche erscheinen ließen.[4] Der Belgrader orthodoxe Intellektuelle und Psychotherapeut Vladeta Jerotić geht davon aus, dass sein späteres Schaffen durch Nostalgie nach dieser Familie vorangetrieben wurde, „in der zu allererst die Autorität des Vaters als ‚kleinem Gott’ respektiert wurde, der gleichzeitig gerecht und herzensgut“ zu sein hatte. Dabei habe Velimirović aber nicht verstehen können oder wollen, dass die Zei­ten patriarchalischer Idylle unwiederbringlich vorbei waren.[5]

Die Anhänger des Bischofs sind sich einig, dass Velimirović erst spät zur Orthodoxie im engeren Sinne fand. Sein Freund Dimitrije Najdanović hat das Leben Velimirovićs in zwei Abschnitte eingeteilt und sich damit bei den serbisch-orthodoxen Autoren durchge­setzt – die Zeit vor seinem Amtsantritt als Bischof von Ochrid (1920) und die Zeit danach. Erst in Ochrid sei Velimirović ein echt orthodoxer Denker geworden, im Alter von 40 Jah­ren also.[6] Radovan Bigović sieht ihn für die erste Periode als extravaganten, aber durch­aus westlich-rationalen Theologen. Erst in Ochrid, unter dem Einfluss der Umgebung und häufigen Reisen auf den Berg Athos, sei Nikolaj auf die „asketische Methode” ge­wechselt. Seitdem war für ihn jede Rede über Gott blasphemisch – es sei denn, sie erwuchs aus der direkten Kommunikation mit dem Allmächtigen. Der direkte Draht nach oben wiederum setzte die Askese voraus – vor allem Buße, Gebet und Fasten.[7]

Was die Theorie angeht, mag das stimmen. Ob aber Velimirović auch im Leben ein großer Asket war, ist eine andere Frage. In den vielen kirchlichen Schilderungen über den Bischof finden sich kaum Hinweise auf einen asketischen Lebensstil, obwohl sich der Bi­schof in seinen Büchern und Predigten zunehmend an der radikal weltabgewandten Strö­mung des orthodoxen Mönchtums orientierte. Dagegen berichteten Zeitgenossen da­von, dass Velimirović gerne Alkohol trank und rauchte.[8] Während er vor seiner Umkehr eitel war und für einen Mönch ‚zu fein’ angezogen, verkehrte sich dies in der Zwischen­kriegs­zeit ins Gegenteil; als Bischof machte auf seine Kollegen mitunter einen ungepfleg­ten Eindruck.[9]

Bis zu seiner ‚Wende’ zeigte sich Velimirović vor allem als fähiger Aufsteiger, flexibel und ehrgeizig. Nach der sechsten Gymnasialklasse wollte er seine Ausbildung an der Bel­grader Militärakademie fortsetzen. Erst als er dort wegen seiner schwächlichen Statur nicht angenommen wurde, entschied er sich, „Soldat des himmlischen statt des irdischen Herr­schers zu werden”[10], also für das Priesterseminar. Beide Ausbildungswege hatten den Vorteil, dass die Zöglinge im Internat wohnten und den Eltern daher keine Kosten entstan­den. Im Priesterseminar hob sich Velimirović durch intellektuelle und rhetorische Fähig­keiten stark von der Masse ab, so dass nicht nur seine Mitschüler, sondern auch er selber eine Vorahnung kommender Größe gehabt haben soll. Sein Kommilitone Priester Mladen Vukićević erinnerte sich später an folgende Aussage Velimirovićs:

„Es wird die Zeit kom­men, wenn ihr alle sagen werdet: Nikola war mein Schulfreund.”[11]

Nicht ganz klar ist, wie es zu Velimirovićs Mönchsweihe kam. Die Förderer des Niko­laj-Kults stellen die Entscheidung als Folge einer existentiellen Krise dar, und damit als authentischen Entschluss. Danach soll Velimirović während einer schweren Dysenterie-Erkrankung den Entschluss gefasst haben, sich zum Mönch weihen zu lassen, falls er über­lebe.[12] Sein Förderer und Freund während der Seminarzeit, der gebildete Belgrader Propst Aleksa Ilić, bietet in seinen Erinnerungen eine ganz andere Variante an: Danach wollte Velimirović nach dem Abschluss des Seminars an einer westeuropäischen Universität studieren. Der serbische Episkopat willigte ein, knüpfte dies aber an die Bedingung, dass der junge Mann Mönch werden und in Kirchendienste eintreten solle. Nach kurzer Überle­gung willigte Velimirović ein, konnte aber noch aushandeln, die Weihe auf die Zeit nach seinem Auslandsstudium zu verschieben.[13]

Nach einer dritten Version ging der Anstoß zur Mönchsweihe gar von König Petar Ka­rađorđević aus. Der König, so Velimirovićs enger Mitarbeiter Milisav D. Protić, habe sich nach geeigneten Bischöfen für einen zukünftigen vergrößerten Staat umgehört. Aleksa Ilić empfahl ihm den abgeschlossenen Seminaristen Nikola, der zu dieser Zeit in der Nähe von Valjevo als Dorfschullehrer arbeitete. Der König soll daraufhin Velimirović zu sich bestellt und ihm gesagt haben: „Gehe wohin du willst und studiere was du willst, aber du musst einen Abschluss in Theologie machen, denn ich will, dass du hinterher Mönch wirst.”[14] Velimirović bat, vorher seine Eltern fragen zu dürfen. Die Mutter war dagegen, aber Veli­mirović beschwichtigte sie mit den Worten: „Aber Mutter, ich werde kein gewöhnlicher Mönch. Ich werde Bischof und man wird mir die Hand küssen.” Die Mutter aber habe das nicht überzeugt, stattdessen habe sie entgegnet: „Mein Sohn, mir würde es besser gefallen, wenn du heiratest und eine Familie gründest, auch wenn du dann anderen die Hand küssen musst.”[15]

Wie dem auch sei – Velimirović studierte von 1906 bis 1908 an der altkatholischen Fa­kultät in Bern und ließ sich 1909 in Belgrad zum Mönch weihen. Monastische Erfahrung hatte er vorher nicht gesammelt – die Weihe wurde nach nur zwei Wochen Noviziat im Belgrader Kloster Rakovica vollzogen. Velimirović folgte damit einem verbreiteten Karrie­remuster. Die Mönchsweihe wurde weniger als Beginn eines neuen, gottgeweihten Lebens begriffen, sondern vor allem als Entscheidung für den Aufstieg in der Kirchenhierarchie.

Nicht untypisch für die serbische Elite war Velimirovićs chaotischer Bildungshunger. Im Priesterseminar las er weit mehr als üblich und ohne erkennbaren Schwerpunkt – Nje­goš, Shakespeare, Goethe, Voltaire, Hugo, Marx, Puškin, Dostoevskij, Tolstoj und andere. Radovan Bigović ist davon überzeugt, dass Dostoevskij die tiefsten Spuren hinterlassen habe, vor allem mit seinen Gedanken über Europa, von der slawischen Brüderschaft und seiner Idee vom Allmenschen, die der Schriftsteller in seiner berühmten Puškin-Rede skiz­ziert hatte.[16]

Der Weg zum konfessionellen Exklusivismus war von hier aus aber noch weit. Im Ge­gensatz zu Justin Popović las der frühe Velimirović den russischen Schriftsteller nicht primär als Antiwestler, sondern als Verkünder einer abstrakten christlichen Vereinigungs­idee, bei der freilich slawische und orthodoxe Elemente eine bedeutende Rolle spielten. Mit Russophilie hatte seine Begeisterung für Dostoevskij nur bedingt etwas zu tun. Das zeigt seine Reaktion auf das Angebot der Kirche, an einer russischen geistlichen Akademie zu studieren. Davon, so sein Neffe und Biograf Jovan Velimirović, habe Velimirović „über­haupt nichts hören wollen. Er wollte nur in den Westen, beziehungsweise an eine Univer­sität in Europa.“[17]

Offenbar hatte sich Velimirović die Kritik seines väterlichen Freundes Propst Ilić zuei­gen gemacht. Ilić gab die Zeitschrift Hrišćanski vesnik heraus, die zwischen 1879 und 1914 mit einigen Unterbrechungen in Belgrad erschien. Während seiner Seminarzeit zählte auch Velimirović zu den Mitarbeitern des Blatts. Der Ilić-Kreis warf den in Russland ausgebil­deten Theologen Formalismus vor, der sich sowohl im Seminarunterricht als auch im Pre­digtstil bemerkbar mache. Die von Metropolit Mihailo einseitig auf russische Vorbilder ausgerichtete Kirche, glaubte Ilić, habe sich zu einem Teil der Staatsbürokratie machen lassen, die in Russland ausgebildeten Nachwuchseliten seien unfähig zum Dialog mit der im Westen ausgebildeten Intelligencija. Ilić hatte gewichtige Bündnisgenossen – der schot­tische Philanthrop Francis Mackenzie unterstützte den Hrišćanski vesnik finanziell, zu den häufigen Beiträgern zählte der Historiker Čedomilj Mijatović, einer der Führer der Progres­sistischen Partei und enger Vertrauter des austrophilen Königs Milan Obrenović.[18]

In dem negativen Urteil zum russischen kirchlichen Einfluss spiegelte sich die in Kap. II/2 geschilderte Entwicklung der russischen geistlichen Akademien. Sie hatten zwar seit den 1870-er Jahren begonnen, sich schrittweise aus der ‚scholastischen’ Lethargie zu be­freien, aber dieser Prozess verlief langsam. Der Petersburger Predigerkreis des Akademie­rektors Sergij Stragorodskij hatte an den anderen Akademien keine Entsprechung. Hinzu kam noch, dass viele serbische Nachwuchstheologen nur einen geringen Teil des russischen theologischen Potenzials in sich aufnahmen (s. Kap. II/3).

Der Belgrader Metropolit Dimitrije war sich offenbar unsicher, wohin er den jungen Veli­mirović schicken sollte. Einerseits musste er seinen Nachwuchs für die geistlichen Akademien motivieren, denn das Studium in Russland galt als politisch korrekt und ein orthodoxes Hochschuldiplom war gesetzliche Voraussetzung für eine Anstellung am Priesterseminar. Andererseits gehörte er selber nicht zu den Russland-Schülern. 1846 in Požarevac im äußersten Nordosten des Autonomen Fürstentums Serbien geboren, stellte er eine Art Übergangstypus zwischen den vojvodinischen und den innerserbischen Bischöfen dar. Nach der Ausbildung am Belgrader Priesterseminar hatte er eine Zeitlang als Lehrer gearbeitet, bevor ihn die Mraović-Hierarchie 1884 zum Bischof von Niš wählte. Nach Metro­polit Mihailos Rückkehr 1889 dankte er wie seine übrigen Bischofskollegen ab. Er ging nach Frankreich, um dort Philosophie, Literatur- und Agrarwissenschaften zu studie­ren. Nach dem Tod Mihailos kehrte er zurück und wurde Bischof von Šabac; zum Metro­politen von Serbien stieg zunächst ein weiterer Alumnus der Kiever Akademie auf, der eher farb­lose Inokentije Pavlović. Als Inokentije 1905 starb, rückte Dimitrije in das höchste Amt der Kirche Serbiens auf.[19] Metropolit Dimitrije, der ab 1920 auch dem neugegründeten Belgra­der Patriarchat vorstehen sollte, war mit den Ergebnissen der ‚russischen Schule’ nicht zufrieden. Nach einem Bericht der Zeitung Štampa vom 25.4.1911 soll er Velimiro­vićs Entscheidung mit den Worten kommentiert haben:

„Geh in den aufgeklärten Westen, nach Deutschland, Frankreich oder England und bilde dich. Denn viele von denen, die nach Russland gehen, kommen so zurück, wie sie auch gegangen sind – wenn nicht noch schlimmer.”[20]

Velimirović promovierte an der Altkatholischen Fakultät Bern im Juli 1908 summa cum laude zum Thema „Der Glaube an die Auferstehung Christi als Grunddogma der apostoli­schen Kirche“; eine weitere (vom Umfang her allerdings sehr bescheidene) Dissertation verteidigte er an der Berner Philosophischen Fakultät[21]. Sein Betreuer Bischof Eduard Herzog, Professor für Neues Testament, war von seinem Promovenden sehr angetan. Das hatte einerseits kirchenpolitische Hintergründe – die Altkatholiken hatten sich wegen des päpstlichen Zentralismus nach dem 1. Vatikanischen Konzil von Rom abgespalten und versuchten über Kontakte zur orthodoxen Welt ihre Isolation zu überwinden. Daher öffnete die Berner Fakultät ihre Pforten für orthodoxe Nachwuchstheologen. In Velimirović sah Herzog eine orthodoxe Führungspersönlichkeit von morgen, die Ausbildung in der Schweiz betrachtete er als Investition in gute zukünftige Beziehungen.[22]

Andererseits spielte der persönliche Faktor eine Rolle. Velimirović zeigte sich recht aufgeschlossen gegenüber den Altkatholiken, was keine Selbstverständlichkeit war. Aus serbischer Perspektive sprach für die Berner Fakultät, dass sie gegen den Vatikan war, die Studenten hier Deutsch lernen konnten und dass die Schweizer Seite die Ausbildungskosten übernahm.[23] Aber Misstrauen gegen das heterodoxe Studium war verbreitet, und Berner Absolventen konnten in Serbien ohne ein zusätzliches orthodoxes Diplom keine kirchliche Karriere machen. Velimirović setzte sich über die Bedenken hinweg und feierte mit den Altkatholiken die Eucharistie – zusammen mit Svetozar Radovanović, der 1898 als Peters­burger Akademiestudent als Propagandist der Radikalen Volkspartei aufgefallen war (siehe S. 127). Vorher hatten sie sich allerdings abgesichert und den serbischen Metropoliten Di­mitrije um Erlaubnis gebeten.[24] Auch sonst scheint sich Velimirović weit auf das westliche Studentenleben eingelassen zu haben. Auf Fotografien aus der Berner Zeit tritt er dem Betrachter als wohlgenährter, fein gekleideter junger Mann in Erscheinung. Er nutzte seine Freiheit und verließ die Stadt für Monate, um einzelne Vorlesungen an deutschen Univer­sitäten zu besuchen und erst bei Semesterende für die Prüfungen nach Bern zurückzukeh­ren.[25]

Nach seiner Rückkehr trug sich Velimirović eine Zeitlang mit dem Gedanken, an der Altkatholischen Fakultät zu habilitieren; sein Doktorvater Herzog unterstützte den Plan, der allerdings wegen fehlender Finanzierung scheiterte. Aber auch so blieben Spuren. 1909 verfasste Velimirović die Schrift „Die Frage der Einheit der Kirche”, in der Urs von Arx den Einfluss der altkatholischen Ökumenik wiederzuerkennen glaubt. Wichtiger als die dogmatische Übereinstimmung, so Velimirović hier mit Blick auf das Verhältnis von An­glikanismus und Orthodoxie, sei die Herzenseinheit.[26]

In den 20-er Jahren scheint Velimirovićs Kontakt nach Bern schwach geworden zu sein; Herzog gratulierte ihm 1919 zur Erhebung ins Bischofsamt und betonte, mit Blick auf die Annäherung der Kirchen seien menschliche Begegnungen wichtiger als die Auseinander­setzung über theologische Probleme. Eine Korrespondenz scheint es aber nicht mehr gege­ben zu haben. Zurück blieb eine nostalgische Note: Im Februar 1946, Velimirović war inzwischen ins US-amerikanische Exil gegangen, schlug er seinem anglikanischen Freund George Bell vor, er solle doch einmal die christkatholische Fakultät Bern besuchen, an der er mit so wunderbaren Leuten zusammengekommen sei. Zwei seiner alten Bekannten, so Velimirović, arbeiteten dort noch immer als Gemeindepriester und seien „convinced Chris­tians and good pastors.”[27]

Zurück in Belgrad gratulierte ihm die Kirchenleitung öffentlich zur Promotion, erin­nerte ihn aber gleichzeitig an sein Versprechen, Mönch zu werden.[28] Velimirović wich aus, und anstatt sich der Kirche zur Verfügung zu stellen, bemühte er sich um ein weiteres Stipendium. Nun wollte er an die Universität Oxford, konnte aber die Ministerialbürokratie nicht von seinem extravaganten Wunsch überzeugen. Mithilfe von unbekannten Gönnern, deren Identität Velimirović auch später nicht preisgeben wollte, gelang der Plan – er stu­dierte ein weiteres Jahr in Oxford. Über diese Zeit liegt vieles im Dunkeln. Seine serbi­schen Biografen machen spärliche Angaben, behaupten aber, er habe in dieser Zeit eine Dissertation über den irischen Philosophen der Aufklärung George Berkeley (1685–1753) verfasst, die er er aber nicht in Oxford, sondern in Genf auf Französisch verteidigt habe. Wie es zum Wechsel nach Genf kam, wird nirgendwo erwähnt. Im Jahresverzeichnis der Schweizerischen Universitätsschriften ist Velimirovićs Arbeit nicht nachweisbar, und im Gegensatz zu den Berner Dissertationen findet sie sich auch in Velimirovićs Werkver­zeichnis nicht wieder.[29]

Im Herbst 1909 kehrte Velimirović nach Belgrad zurück, Ende desselben Jahres ließ er sich zum Mönch weihen. Kurz darauf hielt er eine Ansprache vor Gymnasiasten, die ein bezeichnendes Licht auf diese Entscheidung wirft. Er wies die Schüler darauf hin, dass man auch als Mönch für die Gesellschaft nützlich sein könne, selbst wenn dieser Stand seit langem kein besonderes Ansehen mehr genieße. Wenn selbst er als Mönch „ein Minimum an guten Taten vollbringen” könne, dann müsse das „für euch, die ihr keine Mönche wer­det, sondern Professoren, Offiziere, Richter, Politiker, Minister” umso leichter sein.[30]

Beneidete Velimirović die zukünftige säkulare Elite um ihre größeren Möglichkeiten? Empfand er die Mönchsweihe auch hinterher noch als Herabstufung und versuchte öffent­lich damit fertig zu werden? Oder handelte es sich um eine rhetorische Selbstherabsetzung, mit der er seinem Publikum Selbstvertrauen einflößen und es zu guten Taten ermuntern wollte? Als sicher kann gelten, dass Velimirović nach seinem Auslandsstudium als Teil der Belgrader Elite anerkannt werden wollte. Hier gab es formale Probleme, da Velimirović seine Auslandsstudien ohne formellen Gymnasialabschluss begonnen hatte; seine ausländi­schen Diplome wurden zunächst nicht akzeptiert, und er musste am Zweiten Belgrader Gymnasium das Abitur nachholen.[31] Parallel suchte er den Kontakt zu Intelligencija und trat als Prediger in der Belgrader Kathedrale auf. Die Themen entnahm er nicht, wie bislang üblich, aus dem Evangelium oder dem Heiligenkalender, sondern wählte frei aus Leben und Philosophie: „Langsam schreitet Christus”, „Über Gedanken im Spiegel”, „Wem ge­hört die Erde” oder „Über den jugendlichen Pessimismus” hießen seine Predigten.[32]

Beobachter erkannten in Velimirovićs Stil protestantisierende Elemente. So merkte das Journal Srpski Sveštenik 1912 an, er beende seine Priegten häufiger mit einer Anrufung Gottes und längeren Gebeten, klammere dogmatische Fragen aus und sei in der Bibelexe­gese liberal.[33] Während die orthodoxe Öffentlichkeit sich meist kritisch-neugierig verhielt, waren säkulare Blätter positiv beeindruckt. So stellte die Zeitschrift Preporod 1912 fest, das sei ein ganz neuer Ton,

„ganz anders als die ewiggleichen Predigten unserer guten Popen, die immer über die Qualen irgendeines Heiligen aus dem Kalender sprechen, der das ganze Leben gejammert und sich am Ende hingelegt hat, um gesteinigt zu werden.”[34]

Seine Wegbegleiter aus der späteren Zeit charakterisierten diese Periode später gern als Effekthascherei. Die Wirkung auf die Zuhörer war enorm, bald sprach das Belgrader Bür­gertum von dem jungen Mann, und immer mehr Menschen kamen zu seinen Predigten. Velimirović glänzte durch gepflegtes Äußeres, eine elegante dunkelblaue Mönchskutte, rhetorische Ornamentik und kühne Originalität. Dimitrije Najdanović schreibt dazu, Veli­mirović habe den aufgeklärten Jargon der gebildeten Gesellschaft gesprochen und sei ihr deshalb als interessant und wertvoll erschienen – aber für die religiösen Konzeptionen sei man taub gewesen, unfähig zur Aufnahme.

„Es blieb bei den gebildeten Herrschaften nur ein vernebelter Mythos über seine Größe zu­rück, aber keinerlei geistlicher Einfluss. Das wissenschaftliche und künstlerische Gewand nahm man an, den Geist wies man zurück.”[35]

Die sich anbahnende ‚Verzauberung’ der Belgrader Intelligencija, vor allem aber der Belgrader Damenwelt[36] unterbrach Metropolit Dimitrije nur wenige Tage nach dem ersten Auftritt in der Kathedrale. Wenn er auf eine Anstellung im Priesterseminar rechne, teilte Dimitrije dem jungen Mann mit, müsse er auch an einer russischen geistlichen Akademie studieren, denn „so schreibt es das Gesetz über das Seminar vor”. Nach Jankovićs Darstel­lung war Velimirović nicht begeistert – warum man ihm das zumute, habe er den Metropo­liten gefragt, jetzt noch einmal als Anfänger in Russland zu beginnen. Das sei erniedrigend für ihn und für die Universitäten, an denen er studiert habe. Erst Aleksa Ilić habe ihn schließlich überredet – so habe er die Möglichkeit, Russland und die russische Kirche ken­nenzulernen. Außerdem könne er nach einem Studium an einer geistlichen Akademie Vor­würfe entkräften, er sei nicht wirklich orthodox.[37]

Velimirovićs Aufenthalt an der Petersburger Akademie ist ähnlich nebulös wie jener in Oxford. Im Akademiearchiv hinterließ er keine Spuren, was allerdings auch an Lücken im Bestand liegen kann. Er verließ Belgrad im Januar 1910, aber es bleibt unklar, wann er in Petersburg ankam, weil man nach der Abreise lange nichts von ihm hörte und vermutete, er sei irgendwo in Westeuropa ‚hängengeblieben’. Nach Darstellung seines Neffen Jovan Velimirović begann der junge Theologe in Russland mit einer weiteren Doktorarbeit, dies­mal zur russischen Geschichte; das Manuskript sei aber im Ersten Weltkrieg verlorenge­gangen. Velimirović soll bei der Einschreibung seine Aufenthalte an westlichen Universi­täten verschwiegen und auch das Empfehlungsschreiben des Belgrader Metropoli­ten nicht vorgezeigt haben, um sich nicht über die Mitstudenten zu erheben. Dennoch sei er kein Student wie die übrigen geworden, habe sich nicht in den Akademiealltag eingefügt. Er habe schnell begriffen, dass er hier nicht viel lernen könne und sei nur kurz an der Aka­demie geblieben. Dann habe er sich vom Heiligen Synod eine Fahrkarte für das russische Eisenbahnnetz ausstellen lassen und sei ausgiebig gereist. Schwerpunkt seien berühmte Klöster gewesen, außerdem habe er den Kontakt zu einfachen Priestern und zur Landbe­völkerung gesucht.[38]

In seinem späteren Werk hat Velimirović diese Erfahrungen nirgendwo offen verarbei­tet – der Russland-Kult, der sich seit den 1920-er Jahren immer mehr in den Vordergrund drängt, war nicht biografisch ausgeschmückt, auch wenn der einfache Bauer und überhaupt das ‚Volk’ hier eine große Rolle spielten. Velimirovićs Russland-Bindung ist also schwer greifbar. Er reiste und nahm dabei angeblich russischen ‚Geist’ auf, aber er vermied offen­bar jedes konkrete Engagement. Krass wird dieses Missverhältnis durch eine Konversation illustriert, die Velimirović um die Jahreswende 1910/11 mit einem anderen serbischen Studenten hatte. Velimirović war zu diesem Zeitpunkt auf einer seiner besagten Reisen und besuchte seinen Kollegen Josif Cvijović an der Geistlichen Akademie Kiev. Als Cvijović ihn fragte, wie ihm Russland inzwischen gefalle, gab es offenbar keinen Austausch über reale Erleb­nisse. Die mythische Wahrnehmung überflügelte die Empirie, und Cvijovićs Wiedergabe des Gesprächs wirkt wie ein hybrider Extrakt aus Dostoevskijs „Schuld und Sühne“ und Fedor Tjutčevs (1803–1873) programmatischem Gedicht „Mit dem Verstand kann man Russland nicht begreifen“:

„Wir waren sofort einer Meinung. (…) Man darf nicht vergessen, dass nur ein Russe fä­hig ist, einen Menschen zu töten, dann über seiner Leiche zu weinen, eine Kerze für die Seele des Getöteten anzuzünden und Geld auf die Leiche zu legen, damit die Familie ihn beerdigen kann. Nur der russische Mensch ist aus derartigen Extremen gewebt, nur er kann sich selbst verstehen (…).“[39]

Selbst unter serbischen Russophilen hat diese Haltung Misstrauen erregt. Ein anonymer Autor aus dem theologischen Milieu nahm Velimirović seine Position zu Russland übel und schrieb 1920 im Beogradski dnevnik, es bestünde ein himmelweiter Unterschied zwi­schen Velimirović und ernsthaften Kirchenleuten wie Mardarije Uskoković. Während Usko­ković sich auf die Probleme der Petersburger Arbeiter eingelassen habe, seien Velimi­rović die Menschen im Grunde nur als Zuhörer wichtig, als Adressaten von Demagogie und Pseudogenialität.[40] Andere Russland-Schüler versuchten Velimirović später wegen seiner Ambivalenz zu diskreditieren, teilweise im Zusammenhang mit aktuellen Verteilungskämp­fen im Episkopat. Bischof Platon Jovanović, Absolvent der Moskauer Geistlichen Akade­mie, warf ihm 1938 vor, er wolle „ein Idol werden, vor dem man sich verneigt”. Velimiro­vić sei wegen seines Studiums im Westen nicht wirklich orthodox und habe Russland ge­hasst.[41]

Einen unmittelbaren Einfluss hat der Russland-Aufenthalt offenbar nicht hinterlassen. Im Mai 1911 wurde Velimirović zurückgerufen, um sich zum Bischof von Niš wählen zu lassen. Hinter seiner Kandidatur stand aber weniger die Kirche als die Selbständige Radi­kale Partei. Schließlich kam ein Konkurrent zum Zug, so dass Velimirović Dozent am Belgrader Priesterseminar wurde. Hier unterrichtete er allerlei nichttheologische Fächer – Philosophie, Logik, Psychologie, Geschichte und Fremdsprachen. Einer seiner Schüler war der bereits erwähnte Justin Popović. Das Seminar war ihm als Wirkungskreis zu eng, und es zog ihn wieder in den intellektuellen Diskurs. Er publizierte in Zeitschriften, trug in der Belgrader Kolarac-Stiftung vor und predigte in Kirchen der Hauptstadt und der Provinz.[42]

… gefolgt von fortgesetzten …

Autor Klaus Buchenau je istoričar jugoistočne Evrope i radi na Univerzitetu u Minhenu (LMU München). Objavio je mnogo radova iz istorije religija na prostorima bivše Jugoslavije. Ovaj tekst je izvod iz njegove doktorske disertacije koju je odbranio na Slobodnom univerzitetu u Berlinu 2010 godine  i koju je objavio 2011 godine pod nazivom „Auf russischen Spuren. Orthodoxe Antiwestler in Serbien, 1850-1945“ u izdavačkoj kući Harrassowitz  http://www.harrassowitz-verlag.de


[1]    Dies geht aus einem Brief Velimirovićs an Dimitrije Najdanović vom 23.2.1953 hervor, аbgedruckt in: Željko Z. Jelić: Nepoznata pisma Svetog Nikolaja Srpskog, Beograd 2009, S. 54.

[2]    Radosavljević, Kratak životopis, a.a.O., S. 7f.

[3]    Aus den Erinnerungen des Mitschülers V. Ranković, zit. nach Janković, Episkop Nikolaj, Bd. 2, a.a.O., S. 530.

[4]    Nikolaj Velimirović: Serbia in Light and Darkness, Serbia at Peace (England, 1916), in: Ders., Sa­brana dela, a.a.O., Bd. 3, S. 423–535, hier S. 503f.

[5]    Vladeta Jerotić: Vera i nacija, Beograd 1995, S. 193f.

[6]    Dimitrije Najdanović: Tri srpska velikana, Minhen [München] 1975, S. 142.

[7]    Bigović, Od svečoveka do bogočoveka, a.a.O., S. 62f.

[8]    Janković, Episkop Nikolaj, Bd. 1, a.a.O., S. 42, 135, 142; Radić, Život u vremenima, a.a.O., S. 272; Jovan Byford: Canonizing the ‚prophet’ of anti-Semitism, The apotheosis of bishop Nikolaj Velimi­rovic and the legitimization of religious anti-semitism in contemporary Serbia, Part Two (RFE/RL Analytical Reports v. 18.2.2004, http://www.rferl.org/reports/eepreport/2004/02/4–180204.asp, Down­load 1.6.2004).

[9]    Radić, Život u vremenima, a.a.O., S. 272; Janković, Episkop Nikolaj, Bd. 2, a.a.O., S. 413–418.

[10] Diese Formulierung verwendet Velimirovićs Biograf Bischof Artemije (Radosavljević, Kratak životo­pis, a.a.O., S. 8).

[11] Janković, Episkop Nikolaj, a.a.O., Bd. 1, S. 20; Bd. 2, S. 373, 423.

[12] Ebd., S. 10; R. Chrysostomus Grill: Serbischer Messianismus und Europa bei Bischof Velimirović (✝ 1956), St. Ottilien 1998, S. 23.

[13] Ebd., S. 23.

[14] Ebd., S. 18.

[15] Ebd., S. 18.

[16] Bigović, Od svečoveka do bogočoveka, a.a.O., S. 53, 153; Zoran Milošević: Ekonomska misao Svetog vladike Nikolaja – novog prosvetitelja srpskog, in: Srpske Organske Studije 2 (2000) 3, S. 253–262, hier 253f.; Janković, Episkop Nikolaj, Bd. 1, a.a.O, S. 26.

[17] Janković, Episkop Nikolaj, Bd. 1, a.a.O., S. 9; s. auch Dragan Subotić: Episkop Nikolaj i pravoslavni bogomoljački pokret, Pravoslavna narodna hrišćanska zajednica u Kraljevini Jugoslaviji 1920–1941, Beograd 1996, S. 22.

[18] Bojan Aleksov: Religious Dissent between the Modern and the National, Nazarenes in Hungary and Serbia 1850-1914, Wiesbaden 2006, S. 70, 154; Janković, Episkop Nikolaj, Bd. 1, a.a.O., S. 6. Mijato­vićs Frau Elodie Lawton Mijatović war Britin und Mitglied einer methodistischen Kirche, so dass der Politiker mit dem organisierten Gemeindeleben der Freikirche gut vertraut war. Mijatović selbst blieb der Orthodoxie treu, profilierte sich aber als Übersetzer britischer protestantischer Literatur. In der Serbischen Orthodoxen Kirche vermisste er den religiösen Eifer. Vgl. Simha Kabiljo-Šutić: Posred­nici dveju kultura, Studije o srpsko-engleskim književnim i kulturnim vezama, Beograd 1989, S. 13–40.

[19] Sava Vuković: Srpski jerarsi od devetog do dvadesetog veka, Beograd usw. 1996, S. 163.

[20] Zit. nach Janković, Episkop Nikolaj, Bd. 1, a.a.O., S. 132.

[21] Französisch-slavische Kämpfe in der Bocca di Cattaro 1806–1814, Bern 1910 (abgedruckt in Velimiro­vić, Sabrana dela, Bd. 2, Himmelsthür 1986, S. 673–735).

[22] Die Belgrader Metropolie, aber auch Serben aus den habsburgischen Territorien nutzten die Berner Altkatholische Fakultät gerne als Ergänzung zur Ausbildung an orthodoxen Einrichtungen. Belgrad entsandte seit 1872 sporadisch, ab 1903 dann regelmäßiger Studenten nach Bern. Bis 2004 waren es insgesamt 43 Personen, davon 10 zwischen 1903 und 1917, 7 in der Zeit zwischen den beiden Welt­kriegen, 21 in der kommunistischen Periode zwischen 1947 und 1990, und 5 weitere in der Zeit da­nach. Noch mehr Studenten kamen aus Griechenland und Bulgarien, wogegen Rumänen, Russen usw. viel kleinere Kontingente stellten (Urs von Arx: Bischof Nikolaj Velimirović (1880–1956) und seine Berner Zeit im Rahmen der christkatholisch – serbisch-orthodoxen Beziehungen, in: Internati­onale Kirchliche Zeitschrift 95 (2005) 1, S. 1–33, hier S. 6–8, 15, 18, 21, 27–32; schriftliche Aus­kunft von Prof. Urs v. Arx, per e-mail am 14.10.2005).

[23] v. Arx, Bischof Nikolaj Velimirović, a.a.O., S. 27. Nach anderen Darstellungen hatte Velimirović in Bern ein Stipendium des serbischen Staates oder des serbisch-orthodoxen Synods (Janković, Episkop Nikolaj, a.a.O., Bd. 1, S. 9, 15).

[24] v. Arx, Bischof Nikolaj Velimirović, a.a.O., S. 9, 19.

[25] Janković, Episkop Nikolaj, Bd. 1, a.a.O., S. 9.

[26] v. Arx, Bischof Nikolaj Velimirović, a.a.O., S. 10f., 15.

[27] Ebd., S. 15, 21, 24f.

[28] S. das kirchliche Zentralorgan Glasnik Pravoslavne Crkve Nr. 17 v. 15.9.1908.

[29] Grill, Serbischer Messianismus, a.a.O., S. 23; die ‚kanonisierte” serbische Version ist zu finden bei Dragan Subotić (Episkop Nikolaj, a.a.O., S. 22) und Milan D. Janković (Episkop Nikolaj, Bd. 1, a.a.O., S. 9). George Bell zählte bei seiner Gedenkpredigt im November 1956 die Bildungsstationen seines Freundes auf und erwähnte dabei Belgrad, Bern und St. Petersburg, nicht aber Oxford oder Genf (Heppell, George Bell and Nikolaj Velimirovic, a.a.O., S. 87). Was aber für Velimirovićs An­wesenheit in Oxford spricht, ist die Tatsache, dass er während des 1. Weltkrieges serbischen Studen­ten half, hier einen Studienplatz zu erhalten (Jovan Radosavljević: Monaški način života, Kratak pregled isihazma u crkvi, Likovi monaha Srba u XX veku, Vranje 2002, S. 163).

[30] Janković, Episkop Nikolaj, Bd. 1, a.a.O., S. 24.

[31] Subotić, Episkop Nikolaj, a.a.O., S. 23.

[32] Janković, Episkop Nikolaj, Bd. 1, a.a.O., 11.

[33] Janković, Episkop Nikolaj, Bd. 2, a.a.O., S. 49–55.

[34] Ebd., S. 65.

[35] Ebd., a.a.O., S. 414.

[36] Ebd., a.a.O., 661f.

[37] Janković, Episkop Nikolaj, Bd. 1, a.a.O., S. 24f.

[38] Ebd., a.a.O., S. 11f.

[39] Josif Cvijović: Memoari. Cetinje 2006, S. 242.

[40] Zit. nach Janković, Episkop Nikolaj, Bd. 2, a.a.O., S. 629–636; s. auch Subotić, Episkop Nikolaj, a.a.O., S. 23.

[41] Janković, Episkop Nikolaj, Bd. 2, a.a.O., S. 697ff. Bischof Platon wurde 1938 Velimirovićs Nachfol­ger als Bischof von Ochrid und Bitola. Ein Teil der lokalen Priesterschaft akzeptierte den weitaus weniger charismatischen Platon nicht, was diesen zu einem öffentlichen Wutausbruch in der Kathe­drale von Bitola verleitete. Aus dieser Eskapade stammt das obige Zitat.

[42] Grill, Serbischer Messianismus, a.a.O., S. 24; Radosavljević, Kratak životopis, a.a.O., S. 13.

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